KI & Mittelstand
Nur bei 17 Prozent der Unternehmen lohnt sich KI bisher. So steht es in der CFO Survey Herbst 2026 der Beratungsgesellschaft Deloitte, veröffentlicht am 29. Oktober. Befragt wurden zwischen April und September 126 Finanzvorstände deutscher Firmen, knapp zwei Drittel davon mit mehr als 500 Millionen Euro Umsatz, am häufigsten aus dem Maschinenbau. In zwei Jahren erwarten 70 Prozent einen positiven Wertbeitrag. Bisher kommt der Nutzen vor allem aus moderaten Kostensenkungen. Interessanter finde ich die Zahlen dahinter. Nur knapp die Hälfte der Unternehmen kann beziffern, was sie aktuell und künftig für KI ausgibt. Das Einsparpotenzial im eigenen Haus benennen können sogar nur 17 Prozent der CFOs. Das Geld fließt laut Deloitte vor allem in Lizenzen und Token. Token sind die Abrechnungseinheiten, in denen KI-Anbieter jede verarbeitete Textmenge berechnen. In Infrastruktur und neue Abläufe wird deutlich weniger investiert. Wenn schon Großunternehmen mit eigener Finanzabteilung nicht wissen, was ihre KI kostet und bringt, sieht es im Mittelstand kaum besser aus. Die 17 Prozent sagen deshalb wenig über die Technik und viel über die Buchführung. Wer seine KI-Ausgaben pro Anwendung kennt, gehört schon zur Minderheit, und nur diese Minderheit kann später belegen, warum sich etwas rechnet.