KI & Mittelstand
Viele Beschäftigte von Accenture bekommen seit dem 1. Oktober nur noch 29 US-Dollar im Monat für das KI-Modell Claude aus dem zentralen Topf. Das berichtet das US-Rechercheportal 404 Media, dem die interne Mitteilung vorliegt. Einzelne Beschäftigte hatten bis zu 1.000 Dollar im Monat verbraucht. Was über die 29 Dollar hinausgeht, muss künftig einem konkreten Projekt oder Team zugeordnet werden. Eine Lizenz gilt laut Mitteilung ausdrücklich nicht auf Dauer und wird regelmäßig überprüft. Ein Sprecher betont, Accenture stelle KI allen Mitarbeitenden zur Verfügung. Den Ausschlag gibt die Abrechnung. Bei Claude Enterprise sind laut der Mitteilung alle Kosten verbrauchsabhängig. Bezahlt wird pro Token, also pro Wortbaustein, den das Modell liest oder schreibt. Wer gelegentlich eine Mail glätten lässt, verbraucht wenig. Wer mit dem Programmierwerkzeug Claude Code Software bauen lässt, landet wie einer der zitierten Beschäftigten bei 500 bis 1.000 Dollar im Monat. Pikant finde ich den Zeitpunkt, denn Accenture rät seinen Kunden gleichzeitig zu kräftigen KI-Investitionen. Die Lektion taugt trotzdem für jeden Betrieb. Eine Pauschale pro Kopf passt schlecht zu einem Werkzeug, dessen Kosten pro Person zwischen ein paar Dollar und 1.000 Dollar im Monat schwanken. Wer das Budget erst festzurrt, wenn die Rechnung kommt, bremst ausgerechnet die Leute, die am meisten aus der KI herausholen.