KI & Mittelstand
OpenAI schaltet am 14. Januar 2027 mehrere ältere Modelle in seiner Programmierschnittstelle ab. Betroffen sind GPT-4o, GPT-4o mini, GPT-4.1 und GPT-4.1 mini, also Modelle aus den Jahren 2024 und 2025, die in vielen Chatbots, Mail-Sortierern und Angebotshelfern stecken dürften. Die Programmierschnittstelle, kurz API, ist der Zugang, über den andere Software ein KI-Modell anspricht. Die Mitteilung an Entwickler vom 14. Oktober betrifft diese API, ChatGPT selbst erwähnt sie nicht. Wer sich von einem Dienstleister ein KI-Werkzeug hat bauen lassen, sollte jetzt fragen, welches Modell darin arbeitet. Als Ersatz empfiehlt OpenAI für alle vier Modelle GPT-6 Luna. Laut Preisliste kostet es 0,10 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 0,50 Dollar pro Million Ausgabe-Token. Token sind die Wortbausteine, nach denen KI-Anbieter abrechnen. Zum selben Termin fallen auch die nachtrainierten Varianten weg, sogenannte Fine-Tunes. Das sind Modelle, die mit firmeneigenen Beispielen auf einen Ton oder eine Aufgabe getrimmt wurden. Wer so etwas nutzt, muss auf dem neuen Modell neu trainieren. Drei Monate klingen großzügig. Ich halte die Frist für knapp, weil ein neues Modell anders antwortet, im Ton, in der Länge und manchmal im Format. Wer einen Ablauf auf eine bestimmte Antwortform gebaut hat, merkt das oft erst, wenn ein Betrag im falschen Feld der Buchhaltung landet. Wie sich der Wechsel geordnet organisieren lässt, steht weiter unten in der Praxis.