KI & Mittelstand
Eine Raumausstatterin spart sich zwei Stellen – ohne jemanden zu entlassen
Wie sieht das ganz praktisch aus, wenn ein kleiner Handwerksbetrieb KI wirklich einsetzt – nicht nur ankündigt? Die Handwerk-Fachpresse hat am 3. September ein konkretes Beispiel dokumentiert: Raumausstattermeisterin Katja Schulze plant Kundenprojekte inzwischen mit KI-gestützter CAD-Software (Computer-Aided Design – am Bildschirm entworfene, maßstabsgetreue Raumpläne) und lässt sich daraus fotorealistische Visualisierungen erzeugen, die Kund:innen schon vor Auftragsbeginn zeigen, wie ihr Raum später aussieht. Dazu kommen KI-Werkzeuge für Kommunikation und Büroorganisation, die meisten davon nutzt sie direkt auf dem iPad im Kundengespräch.
Das Ergebnis laut eigener Aussage: Aufgaben, für die sie sonst rund zwei zusätzliche Vollzeitstellen gebraucht hätte, erledigt die KI-gestützte Arbeitsweise mit – bei gleichzeitig wachsendem Umsatz. Wichtig: Sie hat selbst Zeit investiert, um die Werkzeuge zu lernen, und informiert ihre Kund:innen offen darüber, wo KI im Spiel ist – seit 2. August 2026 ist das für bestimmte KI-Anwendungen ohnehin EU-weit Pflicht (Kennzeichnung, wenn Kund:innen mit einem KI-System interagieren oder KI-generierte Inhalte erhalten). Für dich heißt das: Der Umsatz-Hebel liegt oft nicht im großen Softwareprojekt, sondern im konsequenten Einbau von KI in den Alltag – plus Transparenz, die inzwischen auch rechtlich geboten ist.